UNO: Atomwaffen-Verbotsvertrag tritt ab heute in Kraft – aber nicht in Deutschland

Nach der Explosion einer französischen Atombombe 1971 schwebte dieser riesige Atompilz über dem Mururoa-Atoll. (picture-alliance/dpa/Fotoreport)
Nach der Explosion einer französischen Atombombe 1971 schwebte dieser riesige Atompilz über dem Mururoa-Atoll. (picture-alliance/dpa/Fotoreport)

Der Vertrag zum Verbot von Atomwaffen ist heute in Kraft getreten.

Er ist von 122 Ländern der Vereinten Nationen beschlossen und von 50 ratifiziert worden, zuletzt von Honduras. Er untersagt Besitz, Erwerb, Entwicklung und Stationierung solcher Waffen. Der Vertrag war vor rund drei Jahren auf den Weg gebracht worden. Von vielen Ländern wird er abgelehnt – darunter von den Atommächten. Auch die Nato und Deutschland haben ihm nicht zugestimmt, weil die nukleare Abschreckung zur Strategie des Bündnisses gehört. Das Abkommen hat daher einen weitgehend symbolischen Charakter.

Deutschland folgt der Argumentation der Atommächte. In einer aktuellen Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag teilte das Auswärtige Amt mit, dass es den seit mehr als 50 Jahren bestehenden Atomwaffen-Sperrvertrag für das wirksamere Instrument halte. Zudem machte die Bundesregierung darin deutlich, dass sie den neuen Vertrag für kontraproduktiv halte, weil sich daraus eine nachrangige Behandlung bestehender Vereinbarungen ergebe. Dies könne zu einer Fragmentierung und realen Schwächung internationaler Abrüstungsbemühungen im nuklearen Bereich führen.

Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen und die Organisation „Ärzte zur Verhütung eines Atomkrieges“ forderten die Bundesregierung auf, sich zum Verzicht auf Atomwaffen zu verpflichten. Sie kritisierten die Organisationen in Berlin die Weigerung Deutschlands, dem Vertrag beizutreten. Greenpeace warf der Bundesregierung vor, an einem überkommenen Lagerdenken und an atomaren Vernichtungsdrohungen festzuhalten. Damit isoliere sich Deutschland zunehmend international anstatt echte Sicherheit zu gewährleisten.

Quelle: Deutschlandfunk vom 22.01.2021

Sie finden staseve auf Telegram unter https://t.me/fruehwaldinformiert

Sie finden staseve auf Gab unter https://gab.com/staseve

Besuchen Sie den Shop durch klicken aufs Bild

 


Dieser Beitrag wurde unter Aktuell, Geschichte, Kultur, Nachrichten, Politik, Soziales, StaSeVe Aktuell, Völkerrecht, Wirtschaft, Wissenschaft abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Kommentare zu UNO: Atomwaffen-Verbotsvertrag tritt ab heute in Kraft – aber nicht in Deutschland

  1. Kleiner Grauer sagt:

    Hier steht 122, der erste und der zweite Papst wissen nicht mehr wie Sie alles bezahlen sollen. „50 ratifiziert“, ist gelogen. Aber egal wie man die Quersummen nimmt, es ist hoch, höchst intelligent, gemacht. Es sagt immer, wieder der Papst hat das ausgeheckt!
    Anm. Es stimmt ebenso wenig wie der Biden 17!!!! 17 Gesetze unterschrieben hat. Die Vergrößerungen haben ergeben, es waren ungedruckte Seiten und der hat mit farbloser Tinte unterschrieben. Unterschrift, Klappe zu. Trump hat die Mappe nach der Unterschrift in die Kamera gehalten, mit den nötigen dahinter stehen den Zeugen! Wir werden verarscht. Ich habe noch die nötige Hoffnung, da die Seher das wirkliche Ende kennen.

  2. Selek Bei sagt:

    Atomwaffen Verbotsvertrag in Deutschland? Da muß ich laut lachen, deutsche Piloten dürfen doch im Rahmen der nuklearen Teilhabe amerikanische Atomwaffen auf Russland werfen. Wenige Minuten darauf wird Deutschland und wir Menschen nicht mehr existieren!

    • Annette sagt:

      Richtig, wer als Erster sterben läßt, stirbt als Zweiter.
      BUMM !
      Dann macht es wieder BUMM !

      We’ll Meet Again, Vera Lynn

  3. birgiot sagt:

    Vertrag hin oder her, die Dinger kriegt KEINER hoch, ätsch !

  4. Pingback: Dies & Das vom 24st Januar 2021 und Älteres. | freistaatpreussenblog

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.