Unbestätigte Medienberichte – Deutschland womöglich nun auch selbst zu Leopard-2-Lieferungen bereit


25.01.2023

Ein Kampfpanzer der Bundeswehr vom Typ Leopard 2A6 fährt während einer Gefechtsvorführung über den Übungsplatz.
Ein Kampfpanzer der Bundeswehr vom Typ Leopard 2A6 fährt während einer Gefechtsvorführung über den Übungsplatz.
Kampfpanzer Typ Leopard 2A6 der Bundeswehr (picture alliance/dpa/Philipp Schulze)

Die Bundesregierung soll nach übereinstimmenden Medienberichten nun dazu bereit sein, nicht nur Bündnispartnern eine Lieferung von Leopard-2-Panzern an die Ukraine zu genehmigen, sondern auch selbst welche zu liefern. Unter Berufung auf Regierungs- und Koalitionskreise heißt es, es gehe um mindestens eine Kompanie des Leopards vom Typ 2A6. Eine Kompanie umfasst 14 Waffensysteme.

Wie „Der Spiegel“ berichtet, wollen weitere Verbündete – unter anderem aus Skandinavien – ebenfalls Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 an die Ukraine liefern. Die Bundesregierung wolle die Genehmigung zur Ausfuhr von solchen Panzern erteilen, die im Besitz anderer Staaten sind, heißt es in dem Bericht weiter. Ein Regierungssprecher wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern. Andere Medien berichten übereinstimmend, heute solle die Entscheidung offiziell verkündet werden.

Lob und Kritik

Unionsfraktionschef Merz begrüßte die Berichte. Die Entscheidung sei richtig, sagte der CDU-Vorsitzende der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich kritisierte Merz, dass der Bundeskanzler die Entscheidung nicht etwa am Sonntag beim deutsch-französischen Ministerrat zum 60. Jubiläum des Élysée-Vertrags in Paris zusammen mit Präsident Macron bekannt gegeben hat. Dies wäre ihm zufolge „gemeinsame politische Führung“ gewesen. So bleibe „das Bild eines Getriebenen, der zu lange gezögert hat.“
Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Strack-Zimmermann (FDP), begrüßte die Pläne, sagte aber auch: „Die Entscheidung war zäh, sie dauerte viel zu lange, aber sie ist am Ende unausweichlich.“ Dies sei eine „erlösende Nachricht für das geschundene und tapfere ukrainische Volk“.

Der CSU-Außenpolitiker Erndl sagte, es sei wichtig, dass „wir jetzt eine europäische Allianz anführen, damit die Ukraine eine signifikante Anzahl von Leopard 2 erhält und die Ausbildung sofort beginnt.“ Zugleich monierte er, wie bei allen vorherigen Zusagen sei diese Entscheidung nur unter maximalem Druck von außen getroffen worden. Die „massive Entscheidungsschwäche von Scholz“ habe einen „enormen Vertrauensverlust in Europa und den USA“ verursacht.

Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Göring-Eckardt (Grüne), schrieb auf Twitter: „The Leopard’s freed!“ („Der Leopard ist freigelassen worden“). Jetzt könne er hoffentlich schnell der Ukraine bei ihrem Kampf gegen den russischen Angriff und für die Freiheit der Ukraine und Europas helfen“.

Linken-Fraktionschef Bartsch sprach hingegen von einer gefährlichen Entscheidung, durch die „ein weiteres Tabu fällt“ und „uns potenziell näher an den Dritten Weltkrieg als Richtung Frieden in Europa führt. Deutschland „weiter zur Kriegspartei“ zu machen, habe in der Bevölkerung keine Mehrheit. Die Leopard-Panzer seien der Auftakt „in eine mögliche Rutschbahn Richtung Katastrophe“.

Die AfD kritisierte den mutmaßlichen Beschluss als „unverantwortlich und gefährlich“. Fraktionschef Tino Chrupalla erklärte in Berlin: „Deutschland droht dadurch direkt in den Krieg hineingezogen zu werden. Durch die Lieferung von Panzern aus Beständen der Bundeswehr werden unsere Streitkräfte weiter geplündert.“

Kiew erfreut – und mit Forderungen nach mehr

In einer ersten Stellungnahme aus Kiew reagierte der ukrainische Regierungsvertreter Andryj Jermak erfreut. Er schrieb auf Telegram, „einige hundert Panzer“ und „die besten Panzer-Besatzungen der Welt“ aus der Ukraine würden zur „echten Faust gegen die Autokratie aus dem Sumpf“ werden.

Kurz darauf schrieb der frühere ukrainische Botschafter in Deutschland, Melnyk, auf Twitter: „Und nun, liebe Verbündete, lasst uns eine starke Kampfjet-Koalition für die Ukraine auf die Beine stellen, mit F-16 und F-35, Eurofightern und Tornados, Rafale und Gripen-Jets – und allem, was ihr der Ukraine liefern könnt. Melnyk ist inzwischen stellvertretender Außenminister seines Landes.

Quelle: Deutschlandfunk vom 25.01.2023

Sie finden staseve auf Telegram unter https://t.me/fruehwaldinformiert

Sie finden staseve auf Gab unter https://gab.com/staseve

Sie finden uns auf Gettr https://gettr.com/user/peterfruehwald

Folgt unserem neuen Kanal Heimische Direktvermarktung: https://t.me/heimischeProdukte

Besuchen Sie den Shop durch klicken aufs Bild

 

Dieser Beitrag wurde unter Aktuell, Geschichte, Kultur, Nachrichten, Politik, Soziales, StaSeVe Aktuell, Völkerrecht, Wirtschaft, Wissenschaft abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.
0 0 votes
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
5 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
Tankschiff
Tankschiff
6 Tage zuvor

Es ist 08:15, wie bezeichnend für eine Zahlensammlung…0815…

Es ist noch nicht ganz bestätigt, daß dieser zweitoberster Politiker als getreuer Unterwürfiger den russischen Bären ans Bein pinkeln will. Erst 2 Meldungen weisen auf ein GRÜNES WAHNSINNSLICHT hin, daß der schicke Anton nun feuchte Träume bekommen könnte, denn der COM-ex Kanzler soll Leos für den Stellvertreterkrieg zugestimmt haben.

Das ist Wahnsinn; betteln um Bomben auf Berlin und den Rest von der BRD

0815…
Scholz tu es nicht!

Ulrike
Ulrike
6 Tage zuvor
Reply to  Tankschiff

Dieser Schnarchzapfen ist nun doch umgefallen. Klasse wir sind nun im Krieg gegen Russland – danke Amis ihr elenden Kriegstreiber.

Tankschiff
Tankschiff
6 Tage zuvor
Reply to  Ulrike

HORROR !
Mögen Bomben auf die BRD bitte die zum Widerstand unfähig GEMACHTE Bevölkerung verschonen, aber Rußland muß jeden kriegsgeilen BRD Politiker ähnlich Nürnberg wie einen gefährlichen Kriegsverbrecher behandeln.
Die Rolle der nichtstaatlichen Verfassungsschützer und Spione:

Ihr mutlosen Gehilfen hätten den vielen „irre“ gewordnene Vasallen Einhalt gebieten können. Stattdessen wollte ja niemand seinen Status gefährden, oder?

PS: Was ist denn mit Frankreich, Belgien, Nederlanden usw?
Bauen die jetzt atomare Sperrwände um die BRD herum?
Polen? Ja, da wird es auch demnächst atomar heiß zugehen.

Last edited 6 Tage zuvor by Tankschiff
Det
Det
6 Tage zuvor

Gestern wurde auf Telegram berichtet, dass Leopard-Lieferungen an einem Bahnübergang in Hoyerswerda gesichtet worden seien. Wenn diese Meldung stimmt, sind die Lieferungen schon auf dem Weg.

Bernd
Bernd
6 Tage zuvor

https://de.wikipedia.org/wiki/Krauss-Maffei Hier schaut mal rein, wem KMW gehört. Lasst euch das auf der Zunge zergehen. Ein Verbündeter/ China der RF baut Waffen, die er dann durch dritte gegen seinen Verbündeteten einsetzt. Mmmmmmhhhhhhh…………. . Das ist die schon immer angewandte Verarsche, die mit uns betrieben wird. Ganz einfach erklärt und durchschaubar.