Tirade gegen polit-korrektes Establishment: Ist Red-Bull-Chef Mateschitz ein „Rechtspopulist“?

Dietrich Mateschitz spricht aus, was unzählige Bürger denken, sich aber im Österreich der Metternich-Nachfolger nicht mehr zu sagen trauen. Foto: Peter Rigaud / Red Bull Content Pool

Dietrich Mateschitz spricht aus, was unzählige Bürger denken, sich aber im Österreich der Metternich-Nachfolger nicht mehr zu sagen trauen.
Foto: Peter Rigaud / Red Bull Content Pool
08. April 2017 – 14:54

Die späte Schubumkehr der SPÖ-ÖVP-Regierung in der Flüchtlingspolitik wertet Dietrich Mateschitz (72) als Opportunismus zur Absicherung der eigenen Macht, aber auch sonst lässt er kein gutes Haar an der politischen Klasse in Österreich, die ein Land regiert, in dem sich „niemand mehr die Wahrheit zu sagen traut, auch wenn jeder weiß, dass es die Wahrheit ist“.

Regierung ergeht sich in politischer Korrektheit

In der Kleinen Zeitung hat der Firmenchef und Gründer der Weltmarke Red Bull und laut „Forbes“-Magazin auch reichste Österreicher eines seiner ganz seltenen Interviews gegeben. Erfrischend ehrlich sagt Mateschitz, was er sich wirklich denkt, dass er sich kein Meinungsdiktat aufzwingen lassen will. Schon gar nicht von einer Politik, die sich in politischer Korrektheit ergeht.

Im Fernsehsender des Red-Bull-Chefs, Servus TV,  hat das bislang nur der Satiriker „Der Wegscheider“, allerdings satirisch, auf den Punkt gebracht. Am bisherigen Höhepunkt der Flüchlingskrise warf er dem damaligen SPÖ-Kanzler Werner Faymann vor, entweder auf Drogen oder unzurechnungsfähig zu sein.

Entscheidungen aus Angst politischer Opportunität

Die Flüchtlingspolitik ist auch umfassendes Thema in dem Interview mit der Kleinen Zeitung. Was Mateschitz am Handeln der Politiker konkret stört?

Zum Beispiel das unverzeihliche Ausmaß der politischen Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen bei der Nichtbewältigung der Flüchtlingswelle oder, besser gesagt, der Auswanderungswelle. Ich glaube nicht, dass es ein klarer Ausdruck politischen Willens war, die Grenzen unkontrolliert offen zu lassen. Man hat aus Angst und politischer Opportunität so entschieden. Schon damals war für jedermann erkennbar, dass der Großteil der Menschen nicht der Definition des Flüchtlings entsprach. Jedenfalls nicht der der Genfer Konvention.

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Unternehmen wäre in Kürze pleite

Man müsse von Anfang an richtig entscheiden, sagt Mateschitz. Würde man in einem Unternehmen Fehlentscheidungen dieser Tragweite treffen, wäre man in Kürze pleite. Und im Rückblick auf diese für ihn unverzeihlichen Managementfehler gerät der Red-Bull-Chef im Interview mit der Kleinen Zeitung richtiggehend in Rage:

Wie konnte die Politik überrascht gewesen sein? Man muss blind und taub gewesen sein, um nicht zu sehen, was da auf uns zukommt. Und selbstverständlich hätte man die Grenzen schließen und ordentlich kontrollieren müssen, gar keine Frage. Erinnern Sie sich, wie sehr man am Anfang die osteuropäischen Staaten für ihre Haltung kritisiert hat? Ein paar Monate später haben unsere Politiker alles genauso gemacht. Mit dem einzigen Unterschied, dass man im Duden nach einem anderen Wort für Zaun gesucht hat.

Jetzt geht es um die Machterhaltung

Für Mateschitz war zu erwarten, dass die jetzige rot-schwarze Regierung in der Flüchtlingsfrage einen radikalen Paradigmenwechsel versuche, mit der Darbietung eines Schaulaufens, wer den restriktiveren Kurs fahre:

Das war zu erwarten. Weil es jetzt um die Machterhaltung der politischen Parteien geht, bevor ihnen die letzten zehn, fünfzehn Prozent der Bürger auch noch davonlaufen. Ideologischen Wert hat das keinen.

Ich brauche niemanden, der mir sagt, wer meine Feinde sind

Auf Donald Trump angesprochen, meinte Mateschitz, er glaube nicht, dass dieser so ein Idiot sei, wie man ihn hinstelle. Spreche man mit Amerikanern, höre man oft, dass sie einmal grundsätzlich froh seien, dass es eine neue Administration gebe. Die frühere hätten die Amerikaner in vielen Belangen mehr als infrage gestellt. Und „anders“ sei es jetzt ohne Zweifel.

Heftige Kritik übt Mateschitz am Versuch, ein Land wie Russland über einen Wirtschaftsboykott – auch mit Hilfe der EU – in den Ruin zu treiben. „Vor allem, weil das auch für uns, für ganz Europa einen Verlust in Milliardenhöhe bedeutet“, so Mateschitz.

Russland sei ein Teil Europas. Doch das Meinungsdiktat des politischen Korrekten sage, Russland sei ein Schurkenstaat, das Böse schlechthin, und wir seien die Guten. Und jeder, der das nicht so sehe, liege falsch. Dann wäre auch schnell Schluss mit Meinungsfreiheit, denn diese würde nur gewährt, solange man die gleiche Meinung vertrete wie die selbst ernannte intellektuelle Elite. Mateschitz: „Ich brauche niemanden, der mir sagt, wer meine Feinde sind.“

Ich widersetze mich jedem Meinungsdiktat

Da musste die typische Feststellung des Mainstreams postwendend folgen: „Sie sind doch auch Elite.“ Darauf antwortete Mateschitz:

Ich bin Humanist, Kosmopolit, Pazifist und Individualist. Und ich bin jemand, der sich grundsätzlich jedem Meinungsdiktat widersetzt. Egal woher es kommt. Auch wenn man sich damit sofort in alle Richtungen verdächtig macht: In Amerika wird man als Kommunist abgestempelt, in Europa als Verschwörungstheoretiker oder Rechtspopulist.


Man will den unmündigen, verängstigten Staatsbürger

Es scheine so, als würde sich keiner mehr trauen, die Wahrheit zu sagen, stellt Mateschitz im Gespräch mit der Kleinen Zeitung fest.

Ich kenne Wirte, die haben sich gegen die Kassapflicht auf Almen oder die Kennzeichnungspflichten auf der Speisekarte gewehrt. Die meisten haben wieder damit aufgehört, weil sie außerordentliche Steuerprüfungen und Besuche von der Lebensmittelbehörde bekommen haben. Man will den unmündigen, kritiklosen und verängstigten Staatsbürger.

Ich rede über Fakten und Scheinheiligkeiten

Metternich wäre ein Lausbub gewesen, gegen das was heute passiere. Jetzt wolle man auch noch das Bargeld abschaffen, „wen bitte hat es zu interessieren, was und wo ich zu Abend gegessen habe und was ich meiner Familie und Freunden zu Weihnachten schenke?“ Ob er wie ein „Wutbürger“ rede, fragen ihn die Interviewer daraufhin:

Ich rede über Fakten, und ich rede über Scheinheiligkeiten. Ich rede darüber, dass keiner von denen, die „Willkommen“ oder „Wir schaffen das“ gerufen haben, sein Gästezimmer frei gemacht oder in seinem Garten ein Zelt stehen hat, in dem fünf Auswanderer wohnen können.

Quelle: unzensuriert.at vom 08.04.2017

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2 Kommentare zu Tirade gegen polit-korrektes Establishment: Ist Red-Bull-Chef Mateschitz ein „Rechtspopulist“?

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  2. Ulrike sagt:

    Jeder der die Wahrheit sagt ist ein Rechter. So weit sind wir schon. Nur noch zum Kotzen.
    Alle Politiker auf einer gleichen Spur – dem Untergang unserer Zivilisation durch Überflutung von Gesindel.

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