Merkel zu Trump-Rückzieher – „Ernüchternd und deprimierend“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu Gast bei Anne Will im Ersten Deutschen Fernsehen (imago / Jürgen Heinrich)
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu Gast bei Anne Will im Ersten Deutschen Fernsehen (imago / Jürgen Heinrich)


Roberts Teehaus

Bundeskanzlerin #Merkel hat den von US-Präsident #Trump verursachten Eklat zum Abschluss des#G7-Gipfels kritisiert. Trumps Abkehr von der gemeinsamen #Abschlusserklärung sei „natürlich ernüchternd und auch ein Stück deprimierend“, sagte Merkel im ARD-Fernsehen. Die #Bundesregierung aber halte an dem Papier fest.

Die Entscheidung Trumps habe sie in der Haltung bestärkt, sich noch mehr für eine einheitliche, starke #Europäische Union einzusetzen, betonte Merkel. Europa müsse sein Schicksal mehr in die Hand nehmen und für seine Werte selbst kämpfen, etwa auch mit #Japan.

Auf die #USA dürften sich #Deutschland und #Europa jedenfalls nicht mehr „etwas leichtfertig“ verlassen, wie sich Merkel ausdrückte. Ein Ende der transatlantischen Partnerschaft aber sehe sie trotz der protektionistischen Politik Trumps nicht. Es gebe gute Gründe, weiter dafür zu kämpfen.

Auch andere deutsche Politiker äußerten sich empört über die Haltung der USA. Bundesaußenminister #Maas meinte, man könne mit 280 Twitter-Zeichen in Sekundenschnelle Vertrauen zerstören. Das wieder aufzubauen, werde viel länger dauern. Die #SPD-Vorsitzende #Nahles nannte Trump einen „Chaoten“, der sich per Tweet von der internationalen Verantwortung verabschiedet habe. Grünen-Chef #Hofreiter plädierte für ein neues Gesprächsformat, da Trump die G7 ruiniert habe.

Der US-Präsident überzog die G-7-Staaten inzwischen in einer Reihe von Twitter-Nachrichten mit neuen Vorwürfen. Unter anderem schrieb er, während die USA die finanzielle Hauptlast für den Schutz dieser Staaten durch die #NATO trügen, würden sie von den selben Ländern beim #Handel übers Ohr gehauen.

Unterdessen sorgen sich die deutschen Autohersteller vor einer Zuspitzung des Handelsstreits mit den USA. Derzeit werde eine Politik der Abschottung und des #Protektionismus verfolgt, sagte der Präsident des Branchenverband VDA, Mattes, der Süddeutschen Zeitung. Er sei weiterhin für freien und fairen Handel und sehe die Lösung in der Fortsetzung der Verhandlungen. Mattes plädierte dafür, die Zölle abzuschaffen und auf beiden Seiten des Atlantiks gegenseitig Standards zu setzen. Dazu müssten aber alle Seiten bereit sein. „Einseitige Zugeständnisse wären der falsche Weg.“


Charlotte Meentzen

US-Präsident Trump hatte gestern über Twitter überraschend angekündigt, dass er
die gemeinsame Abschlusserklärung des G7-Gipfels doch nicht unterzeichnen werde. Zur Begründung verwies er auf angeblich Falschaussagen des kanadischen Premierminister in einer Pressekonferenz. Trump erklärte, #Kanada würde den amerikanischen Bauern, Arbeitern und Firmen massive Zölle berechnet. Die USA würden sich nun Zölle auf Autos anschauen, „die den US-Markt fluten.“

Trumps Wirtschaftsberater Kudlow verteidigte die Entscheidung des US-Präsidenten. Kanadas Regierungschef #Trudeau habe den USA in den Rücken gestochen, sagte Kudlow dem Sender CNN. Er begründete die Kehrtwende Trumps auch damit, dass dieser kurz vor seinem Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Machthaber #Kim Jong Un den Eindruck der „Schwäche“ habe vermeiden wollen.


Palmenmann

Auch in #Frankreich stieß Trumps Verhalten auf Unverständnis. Das Büro des französischen Präsidenten #Macron erklärte, die internationale Zusammenarbeit könne nicht von Wutanfällen oder abfälligen Bemerkungen abhängig gemacht werden. Man habe in Kanada zwei Tage an der gemeinsamen Erklärung der G7 gearbeitet. Wer danach wieder aussteige, zeige dass er nicht verlässlich sei.

Die ursprünglich von allen Gipfelteilnehmern mitgetragene Abschlusserklärung war trotz Streitigkeiten in mehreren Punkten zustandegekommen. Sie enthielt unter anderem ein Bekenntnis zum Freihandel und zum Abbau von Zöllen sowie zur Gleichstellung der Geschlechter und zur Förderung der Mädchenbildung. Zudem werfen die G7 #Russland vor, eine destabilisierende Außenpolitik zu betreiben und Demokratien zu unterminieren.

Quelle: Deutschlandfunk vom 11.06.2018


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4 Kommentare zu Merkel zu Trump-Rückzieher – „Ernüchternd und deprimierend“

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  2. schmid von Kochel sagt:

    Gerade die IM Erika regt sich auf ? Was hatte die denn alles vor den Wahlen versprochen und danach nicht gehalten! Es war für das Deutsche Volk mehr als ernüchternd festzustellen, dass diese Frau schamlos gelogen hat. Und sie wagt es jetzt auch noch, Herrn Trump zu drohen, lachhaft.

  3. Kleiner Grauer sagt:

    „IM Erika“ genannt die Schöne, ist in Kanada im falschen „Kostüm“ aufgetreten. Sie erschien als „Silberrücken“ und hätte als Grizzly erscheinen sollen. Abgereist ist „IM Erika“ genannt die Schöne, als verwaiste Melagris gallopava. Das Orakel Blöd Zeitung hat die sich im Bildungsverweigerungs Modus der Schwarminteligenz eines Bierkasten befindenden nicht belogen. Überliefert ist: Bildlein-Bildlein an der Wand, wer ist die schönste im ganzen Schwarm? Sie Biene Maja! Aber hinter den sieben Meeren bei den sieben Bären, gibt es eine Frau des großen Bären. Der Bär wird sich wehren. Sie Frau Königin, Wirtin aller wilden Bienen, haben den Bären versucht zu belehren!
    Trump hat die Faulbrut im Bienenstock erkannt. Er und Putin bestimmen wer die neue Königin sein wird. Die Messen sind gelesen.

  4. Ulla sagt:

    Kurz bei Anne Will reingeschaut und dann schnell wieder weitergeschaltet.
    Eine Frechheit was die olle Trulla von sich gab. Wer ist denn an der ganzen Situation mit dem Asylantenpack schuld? Immer die anderen….

    Trump hat ihr gezeigt was er von ihr hält- nämlich nix.

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